Vegane E-Liquids: Was macht ein Liquid wirklich vegan?

Ein E-Liquid gilt als vegan, wenn seine Basisstoffe, Aromen sowie mögliche Zusatz- und Hilfsstoffe keine Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob das Produkt tierversuchsfrei entwickelt und geprüft wurde. Ein Liquid kann eine vegane Rezeptur besitzen, ohne automatisch als tierversuchsfrei zu gelten.

Ob ein Produkt den eigenen veganen Kriterien entspricht, lässt sich vor allem anhand eindeutiger Herstellerangaben und nachvollziehbarer Nachweise zu den eingesetzten Rohstoffen bewerten. Eine einheitliche gesetzliche Kennzeichnungspflicht für vegane E-Liquids gibt es nicht.

Grünes 100% vegan Symbol.

Inhalt:

Was bedeutet vegan bei E-Liquids?

Vegan bedeutet, dass die Rezeptur keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthält. Bei E-Liquids betrifft die Prüfung neben den Basisstoffen insbesondere die verwendeten Aromen sowie mögliche Träger-, Zusatz- und Hilfsstoffe.

Da sich die Herkunft einzelner Bestandteile anhand der Verpackung nicht immer erkennen lässt, sind eindeutige Herstellerangaben und nachvollziehbare Informationen zu den eingesetzten Rohstoffen besonders wichtig.

Für uns bei happy liquid bedeutet vegan mehr als der Verzicht auf tierische Rohstoffe. Wir prüfen jede Rezeptur mit wissenschaftlichen Methoden – nachvollziehbar und ohne Tierversuche.“ – Thomas Mrva, Mitgründer und Geschäftsführer von happy liquid

Die Hauptbestandteile im Check: Propylenglykol, Glycerin und Aromen

Propylenglykol (PG) und Glycerin machen einen großen Anteil vieler E-Liquids aus. Propylenglykol wird üblicherweise synthetisch hergestellt und gilt daher in Bezug auf seinen Ursprung meist nicht als kritischer Bestandteil. Bei dem verwendetenGlycerin kommt es dagegen auf die Ausgangsstoffe an, da es unter anderem aus pflanzlichen oder tierischen Fetten gewonnen werden kann. In der Dampferszene als VG (vegetal Glycerin) bezeichnetes Glycerin wird aus Mais oder Raps gewonnen und enthält keine tierischen Inhaltsstoffe. Was genau hinter PG und VG steckt, erklären wir dir in unserem Beitrag.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Aromen sowie ihre Träger- und Hilfsstoffe. Aus der Geschmacksrichtung allein lässt sich nicht ableiten, ob ein Liquid vegan ist. Auch Aromen mit Sahne-, Honig- oder cremigen Geschmacksnoten können vollständig ohne tierische Ausgangsstoffe hergestellt werden. Entscheidend ist die konkrete Rezeptur beziehungsweise die Bestätigung des Aroma- oder Liquidherstellers. Welche Inhaltsstoffe in E-Liquids überhaupt stecken und welche Funktion sie haben, erklären wir dir im Detail in unserem Beitrag dazu.

Vor dem Einsatz werden die Rohstoffe bei happy liquid anhand von Analysen und Gutachten geprüft – wie wir dabei vorgehen, zeigen wir dir bei unseren Produktions- und Qualitätsstandards. Diese Nachweise liefern Informationen zur Zusammensetzung und Qualität der eingesetzten Stoffe und unterstützen ihre Bewertung nach den festgelegten Produktanforderungen.

happy liquid verwendet für seine E-Liquids ausschließlich Basisstoffe und Aromen ohne tierische Bestandteile.

Tierversuche in der Tabak- und Dampferindustrie

Vegan und tierversuchsfrei sind zwei unterschiedliche Kriterien. Ein Liquid kann eine vegane Rezeptur besitzen, obwohl bei der Entwicklung oder toxikologischen Bewertung einzelner Rohstoffe Tierversuche eingesetzt wurden.

In der Tabakindustrie waren Tierversuche historisch verbreitet. In der EU sind sie inzwischen gesetzlich verboten, in Teilen Asiens und in den USA können sie jedoch weiterhin vorkommen. Für eine belastbare Einordnung sollte der Hersteller konkret erklären, ob er selbst Tierversuche durchführt oder in Auftrag gibt, welche Nachweise er von seinen Lieferanten verlangt und welche alternativen Prüfmethoden verwendet werden.

Tierversuchsfreie Forschung bei happy liquid: humane Zellkulturen statt Tierversuche

Wirkungen von E-Liquid-Dampf lassen sich statt an Tieren auch an humanen Zellkulturen untersuchen. happy liquid setzt bei der eigenen Forschung auf kultivierte humane Lungenzellen und Laboranalysen statt auf Tierversuche.

Vegan, vegetarisch, tierversuchsfrei: Die Begriffe im Vergleich

Die drei Begriffe werden häufig synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Kriterien:

  • Vegan: Das Produkt enthält keine Bestandteile tierischen Ursprungs.
  • Vegetarisch: Bestandteile von getöteten Tieren sind ausgeschlossen. Andere tierische Erzeugnisse können je nach Definition zulässig sein.
  • Tierversuchsfrei: Der Hersteller führt für das Produkt keine Tierversuche durch und gibt keine entsprechenden Versuche in Auftrag. Je nach Anspruch können zusätzlich die Prüfverfahren der Rohstofflieferanten berücksichtigt werden.

Ein vegetarisches Liquid ist daher nicht automatisch vegan. Ebenso sagt eine vegane Rezeptur allein noch nichts darüber aus, welche Prüfmethoden in der Produkt- und Rohstoffentwicklung verwendet wurden.

Woran erkennst du vertrauenswürdige vegane Liquids?

Da es keine einheitliche Kennzeichnung für vegane E-Liquids gibt, lohnt sich ein Blick auf folgende Punkte:

  • Eindeutige Herstellerangabe: Bezieht sich die Vegan-Angabe auf das konkrete Produkt oder auf klar definierte Produktgruppen?
  • Berücksichtigte Bestandteile: Werden neben den Basisstoffen auch Aromen, Träger-, Zusatz- und Hilfsstoffe berücksichtigt?
  • Nachvollziehbare Prüfung: Liegen Analysen, Gutachten, Spezifikationen oder weitere geeignete Unterlagen zu den eingesetzten Rohstoffen vor?
  • Transparenz zur Forschungsmethodik: Erklärt der Hersteller, mit welchen Methoden Rezepturen und Rohstoffe geprüft werden?
  • Transparente Kriterien: Werden die Anforderungen an Rohstoffe, Lieferanten und Prüfverfahren verständlich beschrieben?

Nikotin und Altersbeschränkung
Nikotin ist ein Suchtstoff. Nikotinhaltige E-Liquids sind ausschließlich für Volljährige (ab 18 Jahren) bestimmt und dürfen weder an Minderjährige verkauft noch ihnen gegenüber beworben werden. Das gilt unabhängig davon, ob ein Liquid vegan oder tierversuchsfrei hergestellt wurde.

Fazit: Nicht jedes Liquid ist automatisch vegan

Ob ein E-Liquid vegan ist, lässt sich nicht allein an seiner Geschmacksrichtung oder den Hauptbestandteilen erkennen. Besonders bei Glycerin, Aromen und möglichen Hilfsstoffen kommt es auf die genaue Herkunft und Zusammensetzung an.

Eine eindeutige Herstellererklärung und nachvollziehbare Prüfkriterien bieten deshalb mehr Sicherheit als allgemeine Produktversprechen. Vegan und tierversuchsfrei sollten dabei getrennt bewertet werden, da eine vegane Rezeptur nicht automatisch Auskunft über die eingesetzten Entwicklungs- und Prüfverfahren gibt.

Wer gerade erst mit dem Dampfen beginnt und dabei auf vegane Rezepturen achten möchte, findet weitere Grundlagen in unserem Beitrag zum Umstieg von der Zigarette aufs Dampfen.

FAQ: Häufige Fragen zu veganen E-Liquids

Sind alle E-Liquids automatisch vegan?

Nein. Ein veganes E-Liquid enthält keine Bestandteile tierischen Ursprungs. Dabei sollten neben Propylenglykol und Glycerin auch Aromen sowie mögliche Träger-, Zusatz- und Hilfsstoffe berücksichtigt werden. Nicht jeder Hersteller kennzeichnet seine Produkte ausdrücklich als vegan. Ohne eine solche Angabe lässt sich der Veganstatus für Verbraucher nicht zuverlässig beurteilen.

Was ist der Unterschied zwischen vegan und tierversuchsfrei?

Vegan bezieht sich auf die Zusammensetzung des Produkts: Die Rezeptur enthält keine Bestandteile tierischen Ursprungs. Tierversuchsfrei beschreibt dagegen die eingesetzten Entwicklungs- und Prüfverfahren. Ein E-Liquid kann eine vegane Rezeptur besitzen, obwohl bei der Entwicklung oder Bewertung einzelner Rohstoffe Tierversuche eingesetzt wurden. Deshalb sollten beide Kriterien getrennt betrachtet werden.

Sind die Liquids von happy liquid vegan?

happy liquid verwendet für alle E-Liquids ausschließlich Basisstoffe und Aromen ohne Bestandteile tierischen Ursprungs. Die eingesetzten Rohstoffe werden vor der Verarbeitung anhand von Analysen und Gutachten geprüft. Die Rezepturen werden zudem ohne Tierversuche entwickelt und stattdessen mit Laboranalysen an humanen Lungenzellen bewertet.

Enthalten die Aromen in E-Liquids tierische Bestandteile?

Das lässt sich nicht allein anhand der Geschmacksrichtung erkennen. Auch Sahne-, Honig- oder Dessertaromen können vollständig ohne tierische Ausgangsstoffe hergestellt werden. Entscheidend sind die konkrete Aromarezeptur sowie mögliche Träger- und Hilfsstoffe. Verlässlich lässt sich das nur anhand einer Herstellerbestätigung oder entsprechender Prüfunterlagen einordnen.

Sind Tierversuche für E-Liquids in Deutschland und der EU verboten?

Ja, Tierversuche zur Testung von E-Liquids sind in der EU seit mehreren Jahren verboten. In Teilen Asiens und in den USA können sie gemäß jeweiliger Herstellerangaben weiterhin vorkommen. happy liquid setzt auf Laboranalysen mit humanen Lungenzellen statt auf Tierversuche und macht diese Studien öffentlich zugänglich.

Wie erkenne ich vertrauenswürdige vegane E-Liquids beim Kauf?

Achte auf eine klare Herstellerangabe zu veganen Inhaltsstoffen, verfügbaren Analysen und Gutachten zu den Rohstoffen sowie Transparenz zur Forschungsmethodik. Fehlen diese Angaben komplett, lässt sich der Veganstatus ohne Rückfrage beim Hersteller nicht zuverlässig einordnen. Seriöse Anbieter beantworten entsprechende Nachfragen konkret und nachvollziehbar. Leider ist laut Tabakerzeugnisgesetz die Kennzeichnung mit einem Vegan-Logo nicht erlaubt.

Muss ich bei veganen Liquids auf bestimmte Nikotinstärken verzichten?

Nein. Vegane E-Liquids können grundsätzlich in unterschiedlichen Nikotinstärken angeboten werden. Entscheidend ist nicht die Konzentration, sondern ob alle Bestandteile des fertigen Produkts den veganen Kriterien entsprechen. Unabhängig vom Veganstatus gilt: Nikotin ist ein Suchtstoff, nikotinhaltige E-Liquids sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt.

Gibt es ein Vegan-Siegel für E-Liquids?

Es gibt verschiedene privatwirtschaftliche Vegan-Siegel, aber kein einheitliches, gesetzlich vorgeschriebenes Siegel speziell für vegane E-Liquids. Ein Vegan-Siegel auf einem e-Liquid ist auch nicht zulässig im Sinne des TabErzG. Ein Produkt kann daher vegan sein, ohne ein Siegel zu tragen. Umgekehrt lohnt sich ein Blick darauf, ob eine Kennzeichnung nur die Rezeptur oder auch Herstellung, Lieferkette und Tierversuche berücksichtigt. Ohne Siegel zählen vor allem eine klare Herstellererklärung und nachvollziehbare Rohstoffangaben.

Sind vegane Vapes und vegane E-Liquids dasselbe?

Nicht ganz. Bei einem veganen E-Liquid bezieht sich die Angabe auf die Flüssigkeit und ihre Bestandteile. Eine Vape umfasst dagegen auch das Gerät, Verdampfer, Dichtungen, Klebstoffe und Verpackung. Wer gezielt vegane Vapes sucht, sollte prüfen, ob sich die Vegan-Angabe nur auf das Liquid oder auf das gesamte Produkt bezieht.

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